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FIP

Die feline infektiöse Peritonitis der Katzen (ansteckende Bauchfellentzündung)

FIP ist eine Infektionskrankheit, die durch Coronaviren ausgelöst wird.
Die zunächst recht harmlosen Erreger, die sehr viele Katzen von klein auf im Darm in sich tragen, werden von infizierten Tieren mit dem Kot ausgeschieden. Sie können dann vom Ausscheidertier selbst und von anderen Katzen über Mund und Nase aufgenommen werden.
Dabei ist es wichtig zu wissen, dass das Virus in der Umwelt bis zu 6 Wochen (!) ansteckend bleibt und deshalb auch über Katzentoiletten, Transportboxen, Decken, Möbel, Futter- und Wassernäpfe, sowie Kleidung übertragen werden kann.
Diese Infektion ist aber noch keine FIP-Erkrankung!

Zum Ausbruch der Krankheit kommt es durch Mutationen (Änderungen der Erbinformationen) der Viren, die dann aus dem Darm in den Blutkreislauf eintreten. Über die befallenen Blutzellen wird der restliche Körper infiziert.

Die Symptome sind zunächst sehr unspezifisch: Anzeichen können Fieber, Appetitlosigkeit, Trägheit und gelegentlich Durchfall sein.
Meist entsteht dann die sogenannte "feuchte Form der FIP", die durch eiweißreiche Flüssigkeitsansammlungen in der Brust- oder Bauchhöhle sichtbar wird.
Beim Bauchhölenerguss fällt der schnell dick und prall werdende Bauch auf. Es kann, wie auch beim Brusthölenerguss, zu Atemnot oder Kurzatmigkeit kommen. Viele Katzen zeigen dann auch Fieber.
Bei der "trockenen Form der FIP" können nahezu alle Organe der Katze angegriffen werden und somit verschiedenste Krankheitssymptome auftreten. Diese lassen nicht immer eine FIP-Infektion vermuten. Zur Diagnosefindung dieser FIP-Form sind umfangreiche labordiagnostische Untersuchungen nötig, während die feuchte Form der FIP sehr schnell und zuverlässig durch die Untersuchung des Flüssigkeitsergusses erkannt werden kann.

Ist eine Katze erst einmal an FIP erkrankt, besteht keine Aussicht auf Heilung!



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