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Chirurgie

Unser Angebot an Operationen umfasst

Wir verwenden hierbei (bis auf wenige Ausnahmen) routinemäßig die bewährte Inhalationsnarkose, da Reptilien sehr narkoseanfällig sind.


Weichteilchirurgie

  • Tumorentfernungen
  • Not-Operationen (z.B. Darmfremdkörper, Bissverletzungen, Legenot)
  • Operationen an inneren Organen (z.B. Magen, Darm, Leber, Milz, Nieren, Harnblase)
  • Versorgung von Hautwunden (z.B. Biss-, Schnittverletzungen, Abszesse, ...)
  • Kastrationen

Gelenkchirurgie

  • in der Reptilienmedzin eher selten, z.B. Entfernung von Gichttrophi

Osteosynthese

  • Frakturbehandlung
  • Drahtcerclagen
  • Plattenosteosynthese
  • Intramedulläre Fixation
  • Fixateur externe

Noch Fragen? Wir beraten Sie gerne persönlich!


Wichtig!

Sollten uns im Einzelfall die instrumentellen Möglichkeiten zur optimalen chirurgischen Versorgung Ihres Lieblings fehlen, dann überweisen wir Ihr Tier gerne in eine chirurgisch aufwändiger ausgestattete Klinik!


Minimierung des Narkoserisikos

Mit jeder Narkose ist ein gewisses Risiko verbunden. Dieses ist unter anderem abhängig vom Alter, der körperlichen Fitness, möglicherweise vorliegender Herzerkrankungen, einer Beeinträchtigung des Kreislaufsystems des Patienten und natürlich von der Narkoseart.
Um das Narkoserisiko so niedrig wie möglich und den bei Reptilien häufig extrem langen Nachschlaf so kurz wie möglich zu halten, verwenden wir fast immer die bewährte Inhalationsnarkose.
Sie besitzt den Vorteil der Steuerbarkeit der Narkosetiefe, das heißt der Anästhesist kann den Patienten während der Operation bei Bedarf weniger tief schlafen lassen und im Notfall die Narkose sogar abbrechen.
Nach der Operation erwacht Ihr Tier wesentlich schneller (bei organisch gesunden Patienten).

Für intensivmedizinisch zu betreuende Patienten besteht die Möglichkeit zur stationären Aufnahme in unserer Praxis.

Wir beantworten Ihnen vor jedem operativen Eingriff alle Ihre Fragen zur Operation, dem Narkoserisiko und der zu empfehlenden Narkoseart.

Narkosearten

Wir setzen bei Ihrem Tier (mit Ihrem Einverständnis) die jeweils optimale Narkoseart ein, auch wenn sie etwas teurer ist, um das - immer vorhandene - Narkoserestrisiko so gering wie möglich zu halten!
Im Folgenden erklären wir Ihnen die verschiedenen Narkosearten, die in unserer Praxis bei Reptilien angewendet werden.

Inhalationsnarkose

Die schonendste und sicherste Narkoseform ist die in der Humanmedizin häufig verwendete Inhalationsnarkose. Das Narkosegas wird im Gegensatz zu den Injektionsnarkotika, die in der Leber abgebaut und über die Nieren ausgeschieden werden, direkt über die Atmung wieder aus dem Körper transportiert. Außerdem hat der Anästhesist die Möglichkeit, die Tiefe der Narkose während der Operation zu steuern und im Notfall abzubrechen.
Die Patienten erwachen deutlich schneller aus der Narkose, während Reptilien bei Injektionsnarkosen nicht selten mehrere Tage nachschlafen.

Bei Reptilien wird das Narkosegas meist in eine Narkosekammer eingeleitet oder ein Kurznarkotikum direkt in die Vene gespritzt. Wir intubieren alle Patienten, um jederzeit die Beatmung sicherstellen zu können.

Injektionsnarkose

Bei der Injektionsnarkose wird dem Patienten das Narkotikum gespritzt. Die Wirkung setzt gerade bei Reptilien sehr unterschiedlich nach wenigen Minuten bis zu Stunden (!) ein.
Wir verwenden diese Narkoseart zur Narkoseeinleitung bei Reptilien, die aufgrund ihrer Fähigkeit, sehr lange die Luft anhalten zu können, sich nicht ausschließlich mit Inhalationsnarkose narkotisieren lassen (z.B. Wasserschildkröten).


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