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EU Heimtierpass

Seit dem 1. Oktober 2004 gilt der neue EU-Heimtierausweis im innereuropäischen Grenzverkehr.

In Zusammenarbeit mit der Bundestierärztekammer hat der bpt (Bundesverband praktizierender Tierärzte e.V.) eine Fragen-Antworten-Liste zum EU-Heimtierausweis erstellt, die wir Ihnen an dieser Stelle zu Ihrer Information bereitstellen möchten:

Wer braucht den neuen EU-Heimtierausweis?

Personen, die mit Hund, Katze oder Frettchen in andere EU-Mitgliedsstaaten reisen wollen, benötigen den neuen EU-Heimtierpass. Für andere Haustiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Vögel gilt der Pass nicht.
Wer nicht beabsichtigt, mit seinen Tieren auf Reisen zu gehen, kann auch für Hund, Katze und Frettchen weiterhin den gelben "Internationalen Impfpass" verwenden.

Welche weiteren Bestimmungen sind für Reisen in die EU künftig zu beachten?

Hunde, Katzen und Frettchen, die auf Reisen in andere EU-Mitgliedsstaaten mitgenommen werden, müssen:

  • mit einem Mikrochip oder einer Tätowierung (gilt noch bis 03.07.2011) markiert sein,
  • eine gültige Impfung gegen Tollwut haben (mindestens 30 Tage und höchstens 12 Monate alt), die der Tierarzt im EU-Heimtierpass bestätigt hat,
  • den EU-Heimtierpass mit sich führen.

Diese Regelungen gelten grundsätzlich für den privaten Reiseverkehr mit bis zu 5 Tieren zwischen Mitgliedsstaaten der EU. Bei Reisen nach Irland, Schweden und in das Vereinigte Königreich sind weiter gehende Anforderungen zu erfüllen:

  • Nachweis des Tollwutimpfschutzes in einer Blutprobe (Antikörper-Nachweis)
  • Nachweis einer Behandlung gegen Bandwürmer und Zecken.

Was ist bei Reisen in Nicht-EU-Länder zu beachten?

Reisen in Drittländer sind nicht durch die EU-Bestimmungen geregelt, es gelten die Vorschriften des jeweiligen Landes, über die Sie sich hier informieren können: http://www.petsontour.de

Was geschieht mit den gelben "Internationalen Impfpässen"?

In den neuen EU-Heimtierpass können alle Impfungen eingetragen werden. Wer einen EU-Heimtierpass hat, braucht den gelben "Internationalen Impfpass" nicht mehr. Tierhalter, die nicht beabsichtigen, mit Hund, Katze oder Frettchen ins Ausland zu verreisen, können den "Internationalen Impfpass" wie bisher weiter verwenden.

Was ist mit Tieren, die schon gekennzeichnet und/oder geimpft sind?

Bei diesen Tieren kann der Tierarzt oder die Tierärztin vom gelben "Internationalen Impfpass" in den neuen EU-Heimtierpass übertragen. Er/Sie prüft vorher die Kennzeichnung und die Gültigkeit der Tollwutimpfung - ggf. muss die Kennzeichnung erneuert bzw. die Impfung aufgefrischt werden.

Welche Kosten entstehen dem Tierhalter durch die neue Regelung?

Die Kosten werden nach der gültigen Gebührenordnung für Tierärzte berechnet: Untersuchung, Ablesen von Chip oder Tätowierung, Impfbescheinigung und gegebenenfalls Kosten für Impfung, Impfstoff und Kennzeichnung (Mikrochip). Hinzu kommen einmalig die Kosten für den EU-Heimtierausweis, da die Impfstoffhersteller diesen zukünftig nicht mehr kostenlos zur Verfügung stellen werden.

Was passiert, wenn man ohne den neuen Pass auf Reisen geht?

Wer ohne den neuen EU-Heimtierpass reist, muss mit Problemen an der Grenze rechnen. Im Einzelfall sind Sanktionen des jeweiligen Mitgliedstaates möglich, die bis hin zur Quarantänisierung des Tieres reichen können und mit erheblichen Kosten für den Tierhalter verbunden sind.

Werden die Kennzeichnungsnummern der Tiere oder die Passnummern registriert?

Nein, eine Registrierung ist nicht vorgesehen. Ein Eintrag in ein "Haustierregister", z.B. "TASSO", ist aber sehr empfehlenswert, da bei Verlust des Tieres die Chancen zur Rückvermittlung im In- und Ausland wesentlich größer sind als ohne Registrierung (persönliche Anmerkung).



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